Mittwoch, 11. Februar 2009
Stalin hat und das Herz gebrochen
Hier sind die Vorträge von Xenia Lauter und Hannes Püschel dokumentiert.
Xenia Lauter ordnete den gezeigten Film, „Stalin hat uns das Herz gebrochen“ historisch ein.
Hannes Püschel sprach über die aktuelle deutsche Gedenkstättenpolitik und Totalitarismustheorie.

Dienstag, 24. Februar 2009
DER NATIONALE ANTISEMITISMUS UND SEINE BEDEUTUNG IM STAATSSOZIALISMUS
Nach der Ideologie des Marxismus-Leninismus wird Antisemitismus im Namen von Klassenkampf und Internationalismus abgelehnt. Dennoch kam es mittels einer Tarnsprache zu einer Integration des modernen Antisemitismus. Jüdinnen und Juden wurden in doppelter Weise zu den Feinden des “werktätigen Volkes” erklärt: als Kosmopoliten stellten sie das Gegenprinzip von Volk/Nation dar, als Zionisten verkörperten sie den Imperialismus/Kapitalismus. Damit formierte sich ein antizionistischer Antisemitismus, der sich auch heute großer Beliebtheit erfreut.
Hier ist der Vortrag von Klaus Holz zu hören. Anschließend die Diskussion und vorneweg noch eine kurze Einleitung.

Mittwoch, 11. März 2009
WIE AUS EINER JÜDIN EINE KOMMUNISTIN WURDE
„Ich wollte nur eins: Eine deutsche Kommunistin sein und in der DDR leben“, so resümiert Salomea Genin ihren Entschluss, aus dem australischen Exil nach Deutschland zu remigrieren. Als überzeugte Kommunistin und Atheistin kam sie 1954 zunächst nach West-Berlin, um dann 1963 in die DDR überzusiedeln. Nach zwanzigjähriger Mitarbeit als Informelle Mitarbeiterin des Ministeriums für Staatssicherheit brach sie 1982 mit dem Realsozialismus und wurde 1985 aktiv in der DDR-Opposition und in der jüdischen Gemeinde.
Nach einer kurzen Einleitung liest Salomea Genin aus ihrem Buch. Anschließend ist die Diskussion dokumentiert.

Mittwoch, 25. März 2009
DDR-ALLTAG UND ANTISEMITISMUS
Nachdem wir den Film „Johanna – eine Dresdner Ballade“ (Deutschland 1996, 30 min, Regie: Freya Klier) gesehen haben ist hier das anschließende Gespräch mit Eva Nickel von der Sozialberatung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zu hören.

Mittwoch, 8. April 2009
PERSPEKTIVEN EINER EMANZIPATORISCHEN ERINNERUNGS- UND GEDENKPOLITIK
Welche Perspektiven einer emanzipatorischen Erinnerungs- und Gedenkpolitik kann es im Rahmen der Beschäftigung mit der DDR geben?
Wie kann den Opfern stalinistischer Politik gedacht werden? Wie kann die Idee einer emanzipatorischen, herrschaftsfreien bzw. kommunistischen Gesellschaft im Gedenken ihren Platz haben und was hieße das für die Zukunft.
Hier ist die Begrüßung und Vortrag von Bini Adamczak zu hören. Anschließend der Vortrag vom Olaf Kistenmacher und zum Schluß die Diskussion. Leider konnten der Vortrag von Olaf Kistenmacher und die Diskussion aufgrund technischer Probleme von uns nicht ganz aufgezeichnet werden. Zur inhaltlichen Ergänzung empfehlen wir den Artikel „Gegen das ‚jüdische Kapital‘ und den ‚zionistischen Faschismus‘“ von Olaf Kistenmacher, der in der Phase2 Nr. 29/2008 erschienen ist (ist bei unseren Texten verlinkt).